Staatssekretär Dennis Alt besucht das Bodelschwingh Zentrum in Meisenheim
MEISENHEIM. Die Zusammenarbeit zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und der Stiftung kreuznacher diakonie stand im Mittelpunkt eines Treffens zwischen Staatssekretär Dennis Alt aus dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung und Pfr. Prof. Dr. Holger Böckel, Vorstand der Stiftung. Treffpunkt war das Bodelschwingh Zentrum in Meisenheim, das neben Bad Kreuznach der größte Standort der Behindertenhilfe ist. Kernthemen waren die Dezentralisierung und das Thema Inklusion.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand die inklusive Gaststätte der Einrichtung, die nach umfangreichen Renovierungen in neuem Glanz erstrahlt und ein gutes Beispiel dafür ist, dass im Zentrum die Türen für Begegnungen offen stehen. Das gilt für Bewohnerinnen und Bewohner, deren Angehörige sowie Mitarbeitende und darüber hinaus., Sie lädt sie auch die umliegende Bevölkerung und Besucher aus Meisenheim ein. Das Herzstück des Zentrums liegt Rande des zentralen Veranstaltungsplatzes und ist ein beliebter Treffpunkt geworden, etwa nach einem Besuch eines Schwimmkurses oder einer sportlichen Aktivität. Ob zum Plausch auf einen Kaffee oder leckeren Kuchen oder bei einem der regelmäßigen Disko-Abende: Hier ist immer etwas los. Zusammen mit weiteren Freizeiteinrichtungen, wie etwa der Sportplatz und das Schwimmbad, die beide ebenfalls von den Meisenheimern genutzt werden, ist die Gaststätte ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem offenen und inklusiven Campus, so Holger Böckel, der solche Begegnungsräume auch Mitten in der Stadt Meisenheim verwirklichen möchte.
„Dieser Besuch ist ein wichtiges Signal, dass unser Engagement wahrgenommen wird und das Land unsere Arbeit aktiv unterstützt", betonte Prof. Böckel. Staatssekretär Dennis Alt zeigte sich sichtlich beeindruckt von der Einrichtung und den vielfältigen Angeboten.
Das Bodelschwingh Zentrum in Meisenheim (Kreis Bad Kreuznach) ist eine Einrichtung für Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen, mit mehrfach Schwerstbehinderungen und Verhaltensauffälligkeiten. Hier gibt es Wohnangebote für Erwachsene (auch in Außenwohngruppen) sowie für Kinder und Jugendliche – insgesamt fast 400 Wohnplätze. Am Standort befinden sich die Bodelschwingh Schule, eine Förderschule mit den Schwerpunkten ganzheitliche und motorische Einschränkungen, zwei Werkstätten (WfbM), eine Tagesförderstätte sowie Tagesstrukturangebote. Fast 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedensten Fachbereichen bilden ein Team, das soziale Teilhabe für die Bewohnerinnen und Bewohner sichert.
Das Treffen mit Staatssekretär Dennis Alt bot beiden Seiten die Gelegenheit, aktuelle Herausforderungen in der Behindertenhilfe zu besprechen und die Weichen für die Zukunft der Behindertenhilfe zu stellen. Gezielte Netzwerkarbeit auf kommunaler und Landesebene gehören ebenfalls dazu.