Bad Kreuznach | Aktionswoche zur Gleichstellung für Menschen mit Behinderungen

Michaela Seinsoth freut sich über Mitstreiterinnen und Mitstreiter

BAD KREUZNACH.  Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai ist in Bad Kreuznach eine Aktionswoche geplant, die zum Ende der Woche hin ihrem Höhepunkt mit einer Kundgebung auf dem Kornmarkt zustrebt. Die beteiligten Gruppen wollen nicht nur auf die Belange von Menschen mit Beeinträchtigungen aufmerksam machen, sondern Barrierefreiheit und Inklusion als Themen benennen, die alle in der Gesellschaft betreffen. Mit Michaela Seinsoth hat die Stiftung kreuznacher diakonie eine erfahrene und starke Stimme im Organisationsgremium. Hauptorganisator ist das Zentrum für selbstbestimmtes Leben (ZSL) in Bad Kreuznach.

Das Programm in dieser Woche bietet für Jede und Jeden etwas, der sich informieren oder engagieren möchte: eine Lesung von Ottmar Miles-Paul, Aktivist und Autor, liest aus seinem neuesten Buch, es gibt Rollstuhl-Touren und viele weitere Informationen, die Perspektivwechsel und Einblicke in andere Lebenswelten ermöglichen. Am Freitag, 8. Mai, startet um 10 Uhr am Bahnhof ein großer Protestmarsch und am Samstag, 9. Mai., treffen sich alle auf dem Kornmarkt, wo ein buntes Bühnenprogramm für alle geboten wird.

Ziel ist es, das Bewusstsein zu schärfen, dass die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ein Thema für alle Menschen ist. Die Mehrheit der Behinderungen ist nicht angeboren. Rund 90 Prozent der schweren Behinderungen entstehen durch Krankheiten. Vom Thema Behinderung ist eine große und vielfältige Gruppe von Menschen betroffen, wobei Behinderung als eine allgemeine menschliche Erfahrung verstanden wird, die jede und jeden jederzeit treffen kann.

Michaela Seinsoth, Erste Vorsitzende des Bewohnerrats der Behindertenhilfe am Standort Bad Kreuznach, würde sich freuen, wenn viele – Bewohnerinnen, Bewohner und Mitarbeitende – diese Aktionswoche besuchen. Sie engagiert sich seit vielen Jahren für die Rechte von Menschen mit Behinderungen – nicht nur innerhalb der Stiftung kreuznacher diakonie, sondern auch auf regionaler Ebener in der Lokalpolitik und auf Landesebene in den Mit- und Selbstbestimmungsgremien.